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Der Waldrückgang in Afrika

Die Gefährdung der Lebensgrundlagen

Dienstag, der 26.09.2017
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Die jährlichen Waldverluste in Afrika von durchschnittlich "nur" 0,7 Prozent hören sich wenig dramatisch an. Dies entspricht jedoch der 1½-fachen Waldfläche von Bayern. Und die Belastungsgrenze der Natur ist vielerorts bereits überschritten. Waldverluste führen zu Bodenerosion, geringeren Niederschlägen und Ausfällen oder Verschiebungen von Regenzeiten.
Dadurch wird die Existenzgrundlage vieler Menschen gefährdet.
Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist bedroht und Arten sterben aus.
Das lokale Klima wird heißer und trockener.
So wird die Regeneration der Wälder durch Naturverjüngung immer schwieriger.
Der Druck auf die Wälder ist sehr groß.
Der Wald wird aus vielen Gründen geplündert. Internationale Holzkonzerne sind ebenso daran beteiligt wie Minenbaugesellschaften, Kraftwerksbetreiber oder Farmer, die Wald zugunsten von dem Anbau von Cash-crops oder großen Rinderfarmen roden.
Der Afrika Wiederaufforstungsverein arbeitet vor allem mit der ländlichen Bevölkerung zusammen. Auch sie trägt mit ihren Handlungsweisen wesentlich zu den hohen Waldverlusten bei. Häufig sind es wirtschaftliche und sogar existentielle Zwänge, die diese Menschen veranlassen, den Wald auszubeuten. Die Arbeit des Vereins zielt auf die Ablösung folgender Landnutzungsweisen:

Holz, der wichtigste Energieträger in Afrika
In weiten Teilen Afrikas ist Holz der wichtigste Energieträger. Es wird zum Kochen, Heizen in privaten Haushalten genutzt. Aber auch das Kleinhandwerk und mancherorts die Großindustrie betreiben ihre Anlagen mit Holz. So werden 80 bis 90 Prozent des jährlichen Holzeinschlags verbrannt. Zunächst werden die Einzelbäume und Wälder der unmittelbaren Umgebung gefällt. Je mehr Holz eingeschlagen wird, desto weiter werden die Wege, um an den lebensnotwendigen Energiespender zu kommen. Die Landschaft wird systematisch ausgeräumt. In manchen Gegenden ist Holz bereits zu einer wertvollen Handelsware geworden, die sich nicht mehr jeder leisten kann.

Die Haltung von überhöhten Viehbeständen
Überhöhte Viehbestände tragen dazu bei, daß die natürliche Verjüngung von Bäumen ausbleibt. Auf der Suche nach Futter weiden Rinder, Schafe und Ziegen große Flächen ab. Dies geschieht so flächendeckend, daß kein Sämling den hungrigen Mäulern entgeht. Manchmal reicht es aber bereits aus, einen Zaun zu bauen, um den Wald wieder wachsen zu lassen.